Die Gemeinsamkeit aller naturheilkundlichen Therapien ist der ganzheitliche Ansatz. Das bedeutet, dass  Krankheit nicht ein Übel ist, das den Körper rein zufällig „anfällt“, sondern das Ergebnis des Zusammentreffens des Individuums mit seiner Umwelt. Naturheilkundliche Therapien sind darauf ausgerichtet den Körper bei seiner natürlichen Tendenz zur Heilung zu unterstützen.

 

Pferde sind Lauf- und Herdentiere. Ihre Psyche und ihre Körper sind darauf ausgelegt über viele Stunden des Tages zu fressen, sich kontinuierlich zu bewegen und sie brauchen ein soziales Netz, ihre Herde ebenso wie uns, die wir ihnen helfen in der Enge unserer Welt zu überleben. 

 

Wenn wir betrachten, wie Pferde natürlicherweise leben, ist es nicht verwunderlich, dass Boxenhaltung mit bis zu 23 Stunden "Steh-Zeit", hochenergetisches Futter und regelmäßiger Transport und "sportliche Nutzung" unsere Pferde krank macht. Arthrosen, Hufrollenerkrankungen und Magengeschwüre sind nur einige Erkrankungen, die sich häufig auf die ungesunden, unnatürlichen Lebensbedingungen zurückführen lassen.

 

Gute Pferdehaltung in Herden und mit Bewegungsanreizen ist zum Glück auf dem Vormarsch. Immer mehr Ställe stellen ihr Konzept um. Allerdings bedarf diese Haltungsform einer sehr viel höheren Fachkompetenz und  Einfühlungsvermögen, als die klassische Boxenhaltung um auch wirklich gut zu funktionieren. Nach jahrelanger Auseinandersetzung mit dem Thema Pferdehaltung bleibt für mich leider ein Thema offen, das sich nicht über die Haltung lösen lässt: Unser Heu (selbst ausgewiesenes Pferdeheu) und natürlich auch die Weiden haben fast immer zu viel Energie und zu viel Zucker für den Stoffwechsel und die Ad Libitum Fütterung vieler Freizeitpferde. Dazu kommt, dass sich die Pferde trotz haltungsbedingter Bewegungsanreize im Verhältnis zur aufgenommenen Energie noch zu wenig bewegen und sich die Heufütterung in der Herde nicht individuell genug gestalten lässt . Viele Pferde in dieser Haltung verfetten regelrecht und erkranken dadurch an Hufabszessen, Hufrehe oder dem Equinen metabolischen Syndrom (EMS).

 

Was die Haltung nicht "hergibt" müssen wir als Pferdebesitzer also versuchen auszugleichen. Für die meisten Pferde ist es aus meiner Erfahrung ungemein wichtig sie zur Gesunderhaltung zu bewegen. Natürlich ist auch beim Reiten oder der Bodenarbeit Know-how erforderlich. Hier gilt es insbesondere nicht verschleißend zu arbeiten und das bedeutet, zum Beispiel auf die natürliche Schiefe des Pferdes einzugehen. 

 



An dieser Stelle ist mir wichtig klar zu stellen, dass die naturheilkundliche Behandlung

  • nicht (immer) den Tierarzt ersetzten kann
  • (fast) immer in Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden kann
  • bei lange bestehenden und chronischen Erkrankungen Zeit benötigt, denn es wird mit den Selbstheilungskräften, also der eigenen Energie des Tieres gearbeitet. Erfolge sind dann jedoch nachhaltig, da nicht einfach nur Symptome unterdrückt werden.

Die Kombination von Osteopathie und Akupunktur bietet einen ganzheitlichen und sanften Behandlungsansatz. Die dadurch entstehenden Synergieeffekte ermöglichen eine gezielte, ganzheitliche Behandlung des Patienten. Darüber hinaus berate ich Sie gerne bei Fragen im Zusammenhang mit Haltung und Fütterung und wende bei Bedarf meine Kenntnisse im Bereich der Phytotherapie sowie Homöopathie an und arbeite mit Blutegeln.