Légèreté

Wenn ich unterrichte, ist für mich das Wichtigste, dass das Pferd und sein Mensch ein noch besseres Team werden und beide gemeinsam Freude am Lernen haben. Dabei achte ich immer darauf beide nicht zu überfordern und gehe, sofern erforderlich, auf körperliche Besonderheiten ein. Dank meiner Tierheilpraktiker- und Osteopathieausbildung erkenne ich muskuläre Dysbalancen, Verspannungen, ungünstige Bewegungsabläufe und Haltungen beim Pferd und leite dich an, wie du diese verbessern kannst. Viele Stunden Alexandertechnik, langjährige Erfahrungen mit Reitschülern, eigene Rückenprobleme und nicht zuletzt meine Erfahrungen auf dem "Medicine Horse Way" haben mir gezeigt, wie wichtig ein gutes Körpergefühl beim Reiten ist. Wir verbinden uns beim Reiten über unseren Körper mit dem Pferd und übertragen ständig Reize und Signale auf das Pferd, die wir uns erst bewusst machen müssen, um sie gezielt einsetzen zu können. 

 

Bei der Ausbildung der Pferde lege ich auf die Basisausbildung, insbesondere die Erarbeitung der korrekten Dehnungshaltung viel Wert. Diese wird in mehreren Stufen erarbeitet. Dazu gehört zunächst die Mobilisierung des Unterkiefers, anschließend die Erarbeitung der respektvollen Zügelverbindung über die in Maulhöhe getragenen Hände, um das Pferd nicht auf der Zunge zu verletzen oder diese einzuquetschen und zuletzt die laterale Dehnung der Halsmuskulatur. Die Zügeleinwirkung erfolgt immer über die angehobene Hand in die unempfindlichen Maulwinkel des Pferde und anschließend wird das Pferd durch ein Absenken der Hand (descente des main) belohnt.  Da wir stets mit Respekt dem Pferd gegenüber arbeiten, werden niemals Hand und Bein gleichzeitig eingesetzt, (Bein ohne Hand, Hand ohne Bein) und die treibende Hilfe des Schenkels wird ebenso, wie die Zügel Hilfe anschließend sofort ausgesetzt.

 

Weitere Eckpunkte der Ausbildung sind das Erreichen der korrekten Längsbiegung, Konterbiegung, Seitengänge und weitere Lektionen bis hin zur Versammlung. 

 

Um die Pferde körperlich, insbesondere aber auch mental nicht zu überfordern sind häufige Pausen selbstverständlich.

 

 

 „Ist dein Pferd stützig, heftig, ungefügig,
so dürfen wir kecklich die Behauptung aufstellen,
dir gebricht es an liebenswürdigem Charakter
und richtiger Methode.“ (Francois Baucher)